In der öffentlichen Fragestunde haben sich drei Damen über den ihrer Meinung nach zu starken Rückschnitt von Büschen und dem Fällen von Bäumen in Nettelnburg und Neuallermöhe erkundigt. Vertreter der Verwaltung erläuterten die Gründe.

Das neue Besucherleitsystem für den Bergedorfer Friedhof wurde vorgestellt. Auf meine Nachfrage hin hielt der Referent des Planungsbüros es für sinnvoll, auch ein Leitsystem für sehbehinderte oder blinde Menschen zu installieren. Hierfür müssen natürlich vorab die Kosten und die Kostenübernahme geklärt werden.

Ein Vertreter von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) stellt den umfangreichen Entwurf des Wärmeplans vor. Als wesentlich ist zu nennen, dass Wohngebiete an bestehende Wärmenetze angebunden werden sollen. Für das Landgebiet wird auf dezentrale Versorgung durch Wärmepumpen gesetzt. Hierfür ist allerdings eine entsprechende Strominfrastruktur erforderlich und es wird gehofft, dass der Ausbau sukzessive und ausreichend erfolgt.

Eine Vertreterin von der Stabstelle Klimaschutz berichtet über die vier Themenwerkstätten zum Bergedorfer Klimaschutzkonzept. Die Veranstaltungen liefen die letzten Wochen in Bergedorf.

Erwartungsgemäß wurde die Beschneidung des Individualverkehrs als eine der wichtigsten Maßnahmen zur CO2-Reduktion durch Rückbau von Fahrstreifen dargestellt. Auf meinen Einwand hin, dass es in Bergedorf nur zwei 4-spurige Straßen gibt (B5 und Oberer Landweg), musste die Referentin zugeben, dass ihr dies nicht bekannt sei. Da konnte man wieder einmal sehen, wie weit Bergedorf für die Mitarbeiter der Behörden gedanklich weg ist.

In der Mitteilung zum Antrag der SPD zur Ausstattung von Hundeauslaufflächen mit Sitzbänken und Gassibeutelständern heißt es unter Punkt 2:

„Spielplätze, die in der Nähe von Hundeauslaufflächen liegen, sind durch Absperrungen ausreichend geschützt.“

Ich habe dies mit zwei Beispielen widerlegt (Auslauffläche im Grünen Zentrum und im Lohbrügger Park). Es folgte eine lebhafte Diskussion, die der es hauptsächlich um die Verantwortung von Hundehaltern ging, weniger um die Ausstattung der Auslaufflächen. Erstaunlich war, dass der Vertreter der Verwaltung bei der falschen Behauptung zu den Absperrungen blieb.

Renaturierung der Uferbefestigungen der Schulenbrooksbek, östlich der Ernst-Henning-Straße, soll so erfolgen, dass sie den Erfordernissen des Umweltschutzes entspricht, ohne die Kleingärtner übermäßig zu belasten.

Die von § 16 a Hamburgisches Klimaschutzgesetz vorgegebene Installation von PV-Anlagen auf Überdachungen von PKW-Stellplätzen wurde bisher in Bergedorf nicht umgesetzt. Das Bezirksamt erklärte sich für nicht zuständig und die BUKEA teilte mit, dass die Einhaltung der Vorschrift stichprobenartig erfolgt. Auf Nachfrage erklärte der Vertreter des Bezirksamts, dass ihm nicht bekannt sei, wie oft diese Überprüfung stattfindet.

Es wird doch noch eine Wechselbepflanzung des Grünstreifens am Lohbrügger Markt geben. Die Verwaltung gab bekannt, dass es nun doch gelungen sei, die hierfür erforderlichen Mittel bereitzustellen.

Unsere öffentliche Nachfrage bei den Bergedorferinnen und Bergedorfern hatte noch nach der letzten Sitzung viele Vorschläge für mögliche Nachpflanzung von Bäumen in Bergedorf ergeben. Diese hatten wir der Verwaltung zur Kenntnis gegeben und auch schon ein paar Rückmeldungen erhalten. Eine abschließende Stellungnahe werden wir in den nächsten Wochen bekommen.