Zu den Themen Parkplatzmoratorium – Handhabe und Spielräume für den Bezirk, Verbesserung der Barrierefreiheit an der Bushaltestelle Boberg, Problemstellen für die Linienbusse im hvv Drucksache, Ausbau der Bus-Ampelvorrangschaltungen waren Referenten der BVM eingeladen, die aber leider abgesagt haben. Diese Ignoranz seitens der Behörde nimmt leider Formen an, die nicht mehr zu akzeptieren sind. Die SPD und Grünen haben das Verhalten ebenfalls kritisiert und um eine neue Einladung gebeten.

Im Brookdeich, von Haus Nr. 256 bis zur Kehre, soll eine neuen Fahrradstraße (ca. 1,3 km) entstehen. Die Planung wurde jetzt erstmals im Ausschuss vorgestellt. Laut Planungsbüro sollen keine Baumfällungen nötig sein, der Straßenquerschnitt würde allerdings reduziert werden. Da in der neuen Fahrgasse Parken nicht erlaubt und auf den Nebenflächen kein Platz vorhanden ist, werden die bislang legal existierenden acht Stellplätze im betroffenen Bereich entfallen.

Nur durch Zufall hatten wir über den Bezirksseniorenbeirat von den Planungen erfahren. Es gab auch keine Bürgerbeteiligung.

Vor der Sitzung hatten wir noch ein Treffen mit den betroffenen Anwohnern arrangiert und konnten folgendes feststellen:

Einen durchgehenden Gehweg auf der Südseite gibt es nicht.

Der vorhandene Gehweg ist maximal 1 m breit. Bei der Überplanung einer Straße müssten aber mindestens 1,5 – 2 m hergestellt werden.

Die Brücke ist mit 88 cm untermassig und schließt Lastenräder, Rollstuhlfahrer und breite Kinderwagen aus.

Eine verkehrssichere Querung vom Curslacker Heerweg ist nicht gegeben.

Die Straße (zurzeit 5 – 6 m) soll auf ca. 4,91 m reduziert werden.

Tatsächlich parken ca. 30 Fahrzeuge am Fahrbahnrand und nicht wie angegeben nur 8 Fahrzeuge.

Außerdem gibt es noch kein Einvernehmen mit dem Land Schleswig-Holstein, die Radroute plus (Radschnellweg) an der Bahntrasse weiter zu führen. Escheburg/ Börnsen favorisieren eine Strecke parallel der BAB A 25.

Hierauf angesprochen teilte die Verwaltung mit, dass man der Auffassung sei, dass auf den vorhandenen Grundstücken ausreichend Parkraum zur Verfügung stehen würde. Die schmale Brücke in Höhe der Kehre über die Brookwetterung Richtung Speckenweg solle auch nicht verbreitert werden. Eine Lichtsignalanlage in Höhe Curslacker Heerweg werde es vorerst auch nicht geben.

Unser Fazit ist, dass wir alles versuchen werden, die Umsetzung dieser Planung zu verhindern. Es fehlt aktuell an einer Abstimmung mit der näheren Umgebung, sodass die geplante Fahrradstraße keinen Mehrwert bringt, bei erheblichen Kosten.

 

In der Sitzung stellte der Baustellenkoordinator die aktuellen und geplanten Baumaßnahmen im Bezirk Bergedorf vor, ebenfalls wurde das Tiefbauprogramm erläutert. Drei Baumaßnahmen (Kreisel Neuengamme, Nettelnburger Straße und Planung für den letzten Abschnitt der Nettelnburger Straße) wurden einstimmig beschlossen. Die Grundinstandsetzung von einem Teilabschnitt des Moorfleeter Deiches, eine Maßnahme in Höhe von 850 000 €, wurde vorerst abgelehnt.

 

Abschließend hat sich der Ausschuss mit den frei zugänglichen Fahrradstellplätzen am Bergedorfer Bahnhof beschäftigt. Durch unsere Anfrage wurde öffentlich, dass der Behörde zwar bekannt ist, dass die Anzahl zu gering ist. Allerdings ist auch keine Abhilfe geplant, weil angeblich der Platz für neue Abstellplätze nicht ausreichten würde. Wir kritisieren, dass überhaupt nicht der Versuch unternommen wurde, hier andere Lösungswege zu gehen. Daher haben wir in der letzten Bezirksversammlung hierzu einen Prüfantrag gestellt, ob überdachte, doppelstöckige Fahrradabstellanlagen eine Möglichkeit wären. Dieser Antrag wurde vom Ausschuss einstimmig unterstützt.