Stadtentwicklung heißt auch Weiterentwicklung. Die Verwaltung hat sich daher den Reetwerder angesehen und drei Versionen entwickelt, wie die Straße aufgewertet werden könnte. Wir waren „vor Ort“ um uns mit Anwohnerinnen und Anwohnern sowie ansässigen Geschäftsleuten über die drei Vorschläge auszutauschen
Etwa die Hälfte sprach sich für die vorgeschlagene Variante 2 aus, die einen Durchgangsverkehr noch ermöglicht. Die Variante 3, die einen Teil der Straße für den Straßenverkehr komplett sperrt, fand bei den Anwohnern ebenfalls zur Hälfte Zustimmung. Bei den ansässigen Geschäftsinhabern überwog die Zustimmung zur Variante 2 deutlich.
Argumente für Variante 2 sind hauptsächlich, dass der Anlieferverkehr weiter möglich sei und ein Großteil der bisherigen Parkplätze für Anwohner und Besucher erhalten bliebe. Für die Variante 3 wurde angeführt, dass es derzeit zu viel Durchgangsverkehr gebe, Autos oftmals deutlich zu schnell unterwegs seien, die Straße deutlich aufgewertet werde und Außengastronomie besser möglich sei. Weitere Wege zu Parkplätzen würden dafür in Kauf genommen. Gegen die Variante 3 wurde angeführt, dass insbesondere im Sommer die Lautstärke steigen würde, weil die Straße abends mehr genutzt werden könnte und dass 22 Parkplätze wegfielen.
Zusätzliche Vorschläge waren Anwohnerparken auf Kurzzeitparkplätzen zu erlauben oder versenkbare Poller zu installieren, die es Anwohnern ermöglichen, diesen mittels eines Chips abzusenken. So wäre es möglich, dass man mit dem PKW vor die Wohnung fahren könne, um z.B. Einkäufe abzuliefern oder ältere Menschen abzuholen. Ein anderer Vorschlag war, eine Sperrung nur von April bis Ende Oktober einzurichten und danach eine Durchfahrt zu erlauben, weil wegen des dann schlechteren Wetters die Straße anders genutzt wird, als im Sommer.
Julian Emrich: „Als CDU-Fraktion haben uns für Variante 2 stark gemacht, weil in dieser Variante eine Aufwertung der Straße mit dem Erhalt möglichst vieler Parkplätze verbunden wäre. Mit Umkehr der jetzigen Einbahnstraßenregelung würde der Durchgangsverkehr hälftig reduziert werden. In den Sommermonaten wäre es optional möglich, Stellplätze zu Gunsten von Außengastronomie zu sperren. Außerdem bliebe die vollständige Erreichbarkeit für Anwohner und Geschäft sichergestellt.“
Im Stadtentwicklungsausschuss wurde mehrheitlich leider die autofreie Variante 3 beschlossen.
