Jörg Froh begründete, warum wir nochmals den Ausbau der Notfall-Treffpunkte beantragt haben. Bereits 2021 hatten wir einen Antrag für Notfall-Treffpunkte gestellt, um insbesondere an Badeseen, bei denen eine genaue Ortsbeschreibung schwierig ist, entsprechende Schilder aufzustellen. Einige solcher Standorte wurden dann in Zusammenarbeit mit der Polizei und Feuerwehr sowie dem Bezirksamt lokalisiert und entsprechend Schilder aufgestellt. Nach Mitteilung von Rettungskräften haben sich diese Schilder in der Praxis bewährt, die Einsatzstellen konnten schnell gefunden und die Notfallversorgung erfolgreich durchgeführt werden. Nun wurden wir von Rettungskräften angesprochen, ob nicht weitere Schilder für Notfallpunkten aufgestellt werden könnten, um auch dort dann schneller Hilfe leisten zu können. Der Antrag wurde beschlossen.

Man mag es kaum glauben, aber in Bergedorf, dem Bezirk mit den meisten Badeseen in Hamburg, fehlt es an Rettungsschwimmern. Bei einem Treffen mit DLRG-Vertretern wurde Stephanie Pelch darüber aufgeklärt, dass eine Ursache die fehlenden Schwimmzeiten in Bergedorf für die Ausbildung der Rettungsschwimmer sei. Deshalb forderte sie jetzt die zuständige Behörde auf, hier schnell für Abhilfe zu sorgen. Dabei müssen auch alte Denkmuster über den Haufen geworfen werden, z.B. Freibäder im Winter durch transportable Hallen nutzbar zu machen.

Mehr als 8.000 Menschen hoffen in Deutschland auf ein neues Leben und warten auf eine Organspende. Aktuell werden nur knapp 12 von 1 Million Menschen tatsächlich zu Spendern. Während laut Umfragen die grundsätzliche Spendenbereitschaft in der Bevölkerung wesentlich höher sein soll, scheitert es oft daran, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Mathias Zaum hält es daher für angebracht, immer wieder auf das Thema hinzuweisen, z.B. auch in Form öffentlicher Ausstellungen. Dabei soll das Bezirksamt das Rad nicht neu erfinden, sondern auf bestehende Angebote, z. B. in Form von Wanderausstellungen etablierter Institutionen, zurückgreifen. Dies gibt es, zum Teil sogar kostenlos, und das Bezirksamt soll sich nun darum bemühen.

Die Ehrenamtlichen von LOOKI e.V. arbeiten engagiert mit viel Leidenschaft und sehr professionell zum Wohle von heimischen Wildtieren. Insbesondere kranke oder verletzte Igel und Eichhörnchen werden über Wochen gepflegt und nach erfolgreicher Behandlung wieder ausgewildert. Mittlerweile werden dort parallel konstant mehrere Hundert Tiere versorgt. Die Arbeit von LOOKI e.V. wird aktuell ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert. Um die wertvolle Arbeit von LOOKI e.V. langfristig im bisherigen Umfang weiter zu ermöglichen, ist eine regelhafte strukturelle Förderung erforderlich, meint Julian Emrich. Da es in Hamburg bisher keine richtige Wildtierstation gibt, fordern wir die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft auf, für ausreichende Kapazitäten zur Versorgung, Pflege und späterer Auswilderung von heimischen Wildtieren zu sorgen. Hierbei soll auch die mögliche Förderung von LOOKI e.V. mit betrachtet werden. Ganz wichtig ist dabei, dass sich die Förderung nur auf heimische Wildtiere beschränken soll. Die Finanzierung der Pflege von invasiven Arten, wie Nutria und Waschbär, soll ausgeschlossen sein.

Die AfD-Fraktion wollte mit ihrem einzigen Antrag wiederholt den Rest der Bezirksversammlung für dumm verkaufen. Sie forderte E-Ladestationen an der Gedenkstätte KZ-Neuengamme. Was auf den ersten Blick wie eine gute Idee aussieht, stellte sich schnell als Blender heraus. Wie der Antragsteller bereits wusste, sind E-Ladestationen dort bereits geplant und die Umsetzung wird bald erfolgen. So nannte André Wegner das Vorgehen der AfD „parlamentarischen Unfug“ und der Antrag wurde abgelehnt.