Nun gab es schon einige Anträge, die sich mit der Verschattung bzw. Begrünung des Bahnhofvorplatzes beschäftigt hatten. Umgesetzt werden konnten bisher keiner, meist lag es an unterirdischen Leitungen, die eine Baum- oder Strauchpflanzung verhinderten. Daher wurde Mathias Zaum aufmerksam, als er von mobilen Begrünungslösungen las, die in den letzten Jahren in einigen Städten eingeführt wurden. Es gibt sie in Form von künstlichen Bäumen, mobilen Holzcontainern oder bepflanzten Netzen, die entweder sofort oder in kurzer Zeit Schatten spenden, für ein angenehmeres Klima sorgen oder schattige Aufenthaltsplätze bieten. Das Bezirksamt sollte daher prüfen, inwieweit und wo solche mobilen Lösungen auch in Bergedorf einen Platz finden könnten. Leider wurde dieser Antrag mit den Stimmen von SPD, Linken, Grünen und AfD abgelehnt.

Das die Bergedorfer Bürgerhäuser wertvoll sind, brauchte André Wegner nicht besonders auszuführen. Darüber herrscht in der Bezirksversammlung Einigkeit. Ebenfalls besteht Einigkeit darüber, dass die Bürgerhäuser unterfinanziert sind und ohne eine jährliche Finanzspritze aus der Bezirksversammlung nicht überleben könnten. Dieses Geld fehlt aber dann bei der Unterstützung andere Projekte. Deshalb wollten wir den Senat auffordern, für die kommenden Jahre für eine auskömmliche Finanzierung zu sorgen, da gerade die Haushaltsberatungen für die Jahre 2027/28 laufen. Trotz der großen Einigkeit in der Sache, wollten SPD, Linke und Grüne den Antrag noch intensiver im Haushaltsausschuss beraten. Wahrscheinlich haben SPD und Grüne Sorge, dass der Senat hiermit zu stark unter Druck gesetzt wird.

Eine Seilbahn für Bergedorf. Diese Idee der SPD war schon vor der Sitzung ein großes Thema in der Presse und den sozialen Medien. Julian Emrich machte für uns deutlich, dass die Idee zwar technisch Innovativ und auch visionär sei, aber wir dies in Bergedorf nicht sehen. Das Beispiel aus Paris würde nicht taugen, da hier ein schlecht an den ÖPNV angebundener Stadtteil eine Aufwertung erfahren habe. Auch ginge die Strecke vornehmlich über Gewerbe und Brachflächen. Diese Situation wäre mit Bergedorf nicht vergleichbar. Auch wären die Herstellungskosten nicht so gering, wie immer dargestellt wird. Eine Stadtbahn wäre ähnlich teuer, würde aber wesentlich mehr bieten. Insofern haben wir den Antrag zwar nicht abgelehnt, sondern mit in den Stadtentwicklungsausschuss überwiesen, wo jetzt noch detailreicher darüber debattiert werden soll.

Das Karstadt-Haus ist eine dunkle Stelle in der Bergedorfer Innenstadt. Nun gibt es zwar Bestrebungen, zumindest in der Weihnachtszeit die Schaufenster zu schmücken, Bernd Capeletti hat aber noch eine zusätzliche Idee. Ein oder zwei Schaufenster sollten mittels eines Beamers über die Stadtentwicklungsprojekte Bergedorfs informieren. Die Grünen fanden die Grundidee zwar gut, meinten aber, ausgedruckte Pläne würden zur Information ausreichen. Beide Anträge fanden dann aber keine Mehrheit in der Bezirksversammlung.