Sehr kritisch hat sich Julian Emrich zur aktuellen Stunde geäußert, die von den Grünen unter dem Titel „Bergedorf auf dem Weg zur Klimaneutralität 2040″ angemeldet wurde. Dabei ging es ihm nicht um das Thema an sich, das ist wichtig und bedarf vieler guter Entscheidungen in näherer Zukunft. Ihm ging es vielmehr darum, dass die aktuelle Stunde der Bezirksversammlung dafür gedacht ist, Bergedorfer Themen zu besprechen. Diese Themen fehlen den Bergedorfer Grünen aber aktuell fast vollständig, sodass immer öfter städtische aufgegriffen werden, die zwar auch für Bergedorf wichtig sind, hier aber kaum politisch gelöst werden können. Gerade hat eine unserer Anfragen gezeigt, dass die meisten städtischen Gebäude, die in Bergedorf liegen, in einem energetischen Zustand sind, der dem Standard des letzten Jahrhunderts entspricht. Kaum Photovoltaik, kaum neue Außendämmung. Das ist schlimm und muss unbedingt angegangen werden. Bergedorf hat hierauf aber keinen Einfluss!

 

In jedem Jahr findet in den Vier- und Marschlanden ein umfangreicher Erntedankumzug statt. Er ist der größte seiner Art in Norddeutschland. Dieses Großereignis, mit den geschmückten Umzugswagen, mit den Ernteprinzessinnen, Musikkapellen und den Handwerkerwagen, zieht jährlich 60 bis 70tsd Menschen an. Dieses Fest entspringt aus einer lange gelebten ländlichen Kultur und macht das Landgebiet einer breiten Öffentlichkeit sichtbar und fördert den sanften Tourismus.

„Nicht nur Bayern lockt durch sein kulturelles Brauchtum viele Touristen an, Hamburg hat diesbezüglich auch etwas zu bieten!“, stellt Erika Garbers fest. „Der Ernteumzug zieht nicht nur Menschen aus der Region an, es ist auch eine Plattform für Besucher aus Hessen, Bayern, aus Frankreich, aus Holland der Schweiz und Schweden.“

„Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass die Kosten solcher Veranstaltungen jährlich steigen“, bedauert Erika Garbers. Durch eigene Mittel ist das Erntedankfest längst nicht mehr finanzierbar. Immer höhere Sicherheitskosten, Kosten für Straßensperrungen, Schilder etc., sowie gestiegene Kosten für Zelt, Bühne und Technik, machen den ehrenamtlichen Veranstaltern vom Förderverein Erntedankfest e.V. sehr zu schaffen. Kulturelle Fördermittel und Sonderfonds des Bezirks sind in den letzten Jahren in die Finanzierung eingesprungen, können aber keine Dauerlösung sein.

Um die Veranstaltung auch in Zukunft zu sichern, sind wir der Ansicht, dass der Erntedankumzug aus der Hamburger Kultur- und Tourismustaxe finanziell gefördert werden müsste. Hier stehen jedes Jahr fast 40 Mio. Euro für die touristische Förderung Hamburgs zur Verfügung. Wir finden, dass der Erntedankumzug da mit herein gehört.

 

Allen, die schon einmal ihr Fahrrad am Bahnhof Bergedorf abstellen wollten, ist die Situation bekannt. Es fehlen eigentlich immer Fahrradbügel, wo man das Fahrrad sicher anschließen kann.

„Seit Jahren fordern wir mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder im Umfeld der Bahnhofseingänge“, kritisiert Jörg Froh die Situation

Es wurden zwar im Laufe der Jahre einige zusätzliche Fahrradbügel aufgestellt, aber die Lage vor Ort zeigt, diese reichen immer noch nicht aus. Fahrräder werden an Bäumen und Absperrgittern, sowie auf den Zuwegungen abgestellt. Da in naher Zukunft im Umfeld des Bahnhofs viele neue Wohnungen entstehen, ist damit zu rechnen, dass noch mehr Bergedorferinnen und Bergedorfer zumindest bis zum Bahnhof das Rad nutzen. Es müssen also Lösungen gefunden werden. Eine bekannte ist, wenn es nicht mehr in die Breite geht, in die Höhe zu bauen. Beispielhaft ist das am Bahnhof Nettelnburg geschehen, wo doppelstöckige Anlagen sehr gut angenommen werden.

Da es in Bergedorf seit dem 1. Januar eine neue Fahrradbeauftragte gibt, sollte sie das Thema in Angriff nehmen und möglichst bald Lösungsansätze vorstellen, meint Jörg Froh.

 

Der Kunststoffrasenplatz auf der Sportanlage Henriette-Herz-Ring 143 a in Neuallermöhe-Ost wurde jüngst erneuert. Er ist als Stützpunkt des DFB und für das Training und den Wettkampfspielbetrieb des Jugendfußballs des Sportverein Nettelnburg-Allermöhe ein wichtiger Baustein im Fußballsport Bergedorfs. Vertreter des SVNA haben nun Lars Dietrich darauf aufmerksam gemacht, dass es vorteilhaft wäre, wenn der Ballfangzaun zum nördlichen Tor erhöht werden würde. Bei der jetzigen Höhe landen die Fußbälle häufig in den Gärten der Reihenhäuser, die sich direkt hinter dem Zaun befinden. Da leider die Planungen für die Anlage abgeschlossen. Lars Dietrich bittet daher die Bezirksverwaltung um Prüfung, ob zumindest der nördliche Ballfangzaun erhöht werden kann und wenn ja, wie hoch die Kosten sein werden und ob gegebenenfalls noch in diesem oder im darauffolgenden Jahr entsprechende Mittel aus den Bergedorfer Förderbudgets zur Verfügung stehen.