08.09.2015

Deichsicherheit in Hamburg gefährdet!

Jörg Froh

Wie jetzt eine Antwort auf unsere kleine Anfrage ergeben hat, stehen in Hamburg nicht genug Mittel zur Verfügung, um die Deichsicherheit zu gewährleisten. Wörtlich heißt es in der Antwort:

„Die Haushaltsmittel für die Deichunterhaltung waren nicht auskömmlich. Die zuständige Fachbehörde BUE (früher BSU) wurde seit 2012 regelmäßig auf das Haushaltsdefizit und die damit verbundene reduzierte Deichunterhaltung hingewiesen und um Mittelverstärkung gebeten.“ Und weiter: „Bei der 2. Deichlinie entsprechen die jetzigen Unterhaltungsmaßnahmen nicht der Unterhaltungsrichtlinie für Hochwasserschutzanlagen.“

Hierzu meint Jörg Froh,  unser Fachsprecher für die Vier- und Marschlande:

„Die Sicherheit der Hamburger Bevölkerung ist ein hohes Gut. Es kann daher nicht sein, dass wegen der vergleichsweise geringen Summe von € 100.000 nötige Deichunterhaltungsmaßnahmen in Bergedorf seit 2012 nicht erfolgen, während an anderer Stelle wesentlich mehr Geld für „Schönheitsoperationen“ ausgegeben werden. Der Senat ist aufgefordert, hier umgehend vor der Hochwassersaison die nötigen Mittel zu Verfügung zu stellen.“

Weiter wird in der Antwort ausgeführt:

„Bei der Deichunterhaltung sollte die 2. Deichlinie zumindest 2x jährlich gemäht werden. Der 2. Schnitt mit Abräumen der Mahd erfolgen.

An der 1. Deichlinie müssten die intensiv mit Nichtgräsern (Distel, Löwenzahn, etc.) bewachsenen Flächen häufiger gemäht werden. Zur Verbesserung der Grasnarbe sind kostenintensive Maßnahmen, wie mechanische Bekämpfung von Unkräutern und Nachbehandlungen wie Nachsaaten und spezielle Behandlungen erforderlich“. 

Seit mindestens 2012 werden diese Mindestvoraussetzungen nicht mehr erfüllt.



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