Aus der Bezirksversammlung - Straßennamen, Keime und Hochzeitsbrücke

Gegen unsere Stimmen hat die Bezirksversammlung beschlossen, die Schorrhöhe umzubenennen. In einer wirklich angemessenen und von hoher Qualität getragenen Debatte haben sich letztlich diejenigen durchgesetzt, die eine Umbenennung aufgrund der Handlungen von Prof. Schorr im Dritten Reich befürworteten. Für unsere Fraktion haben Julian Emrich und Sven Noetzel darauf hingewiesen, dass es wichtig ist, sich mit Geschichte zu beschäftigen und hierfür auch z.B. Straßennamen als Impuls stehen können. Insofern wollten wir mit QR-Codes und einem Hinweisschild auf die Geschichte und die Namensherkunft der Straße hinweisen. Dies soll jetzt auch, allerdings mit einem neuen Straßennamen, erfolgen.

Bereits mit einigen Anfragen und Anträgen haben wir maßgeblich dafür gesorgt, dass im Ergebnis ein Neubau der Hochzeitsbrücke in das Bauprogramm 2019/2020 aufgenommen wird. Es ist aber auch wünschenswert, die neue Brücke so zu bauen, dass diese als zweiter Rettungsweg zum Schloss befahren werden kann. „Insbesondere bei Veranstaltungen, z.B. dem Weihnachtsmarkt, sei dies wichtig“, meint unser Fraktionsmitglied Christa Timmermann. Auch sollte bis zum Neubau zumindest im Frühling einmal eine Grundreinigung erfolgen und die schadhaften Farbstellen ausgebessert werden.

Wie jetzt auch die Bundesregierung einräumte, können antibiotikaresistente (multiresistente) Keime in Gewässern auf Badende übergehen und diese krank machen. Auf Nachfrage hat das Bezirksamt unserem umweltpolitischen Sprecher, André Wegner, erklärt, dass solche Untersuchungen in Bergedorfer Badegewässern bisher nicht unternommen wurden. Nachdem in Niedersachsen in zwölf von zwölf untersuchten Gewässern positive Proben entnommen wurden haben wir jetzt beantragt, dass zumindest einmal jährlich, am Anfang der Badesaison, auch in Bergedorfer Badegewässern solche Untersuchungen erfolgen müssen. Dies hat nichts mit Panikmache oder Schuldzuweisungen zu tun, unterstreicht unser Fraktionsmitglied Lars Dietrich, aber der zunehmenden Gefahr muss auch Rechnung getragen werden.

Etwas in die Irre führte eine Schlagzeile in der Bergedorfer Zeitung vom 19. März. „Bergedorfer Politik bremst Autofahrer aus“ stand dort auf der ersten Seite. Sicher ist dies das Ziel insbesondere einer Fraktion in der Bezirksversammlung, aber wir lassen uns diesen Vorwurf nicht gefallen. „ Für uns soll es immer ein Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer geben“, meint unser Fachsprecher Jörg Froh. Deshalb haben wir die einseitigen Anträge der anderen Fraktionen in der Bezirksversammlung abgelehnt. Ganz besonders wollen wir eine weitere Ampel auf der Bergedorfer Straße, vor dem Lichtwarkhaus, verhindern. Das Lichtwarkhaus, und später das an dieser Stelle entstehende KörberHaus, sind aktuell sehr gut und barrierefrei zu erreichen. Die beiden nächsten Ampeln liegen 150 und 250 Meter entfernt. Außerdem gibt es einen Tunnel unter der Straße. Hier noch eine weitere Ampel zu installieren, sorgt nur dafür, hier noch mehr Stau und Stop an Go zu produzieren, befürchtet Jörg Froh. Vielmehr ist es sinnvoll, wie im letzten Monat von uns beantragt, an einer Fortschreibung des Verkehrskonzepts für Bergedorf zu arbeiten. „Hier sollte man die Energien reinstecken und sich nicht ideologisch an Einzelmaßnahmen abarbeiten, die nicht zusammen passen und im Endeffekt für Chaos sorgen“, meint Froh.

Er war ein leidenschaftlicher Politiker und setzte sich besonders für die Belange von Bergedorf-West ein. Dass er in der SPD war, spielte für die anderen Parteien keine Rolle, denn er war ein verlässlicher und korrekter Streiter für die Sache. Leider ist Fritz Manke 2014 viel zu früh verstorben. In Anerkennung seiner großen Verdienste waren sich jetzt alle Fraktionen einig, einen Weg in „seinem“ Bergedorf-West nach ihm zu benennen.


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