09.01.2014

Aus dem Ausschuss - BASFI verhält sich unsozial

Georg Schumacher

Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration (SGI) hat in seiner Sitzung am 7. Januar 2014 in der Tagesordnung einen Punkt behandelt, der erkennbar widerspiegelt, wie unsozial die Sozialbehörde (BASFI) mit den Menschen umgeht.

Im Ausschuss stellten sich zwei Mitarbeiterinnen der Sozialen Beratungsstelle für Wohnungslose in Bergedorf und Billstedt vor. Sie berichteten, dass die Zuwendungen der BASFI für 2014 für diesen Verein auf dem Stand von 2012 eingefroren wurden. Das hat zur Folge, dass dieses Jahr der Verein eine halbe Planstelle für die Straßensozialarbeit aufgeben muss. Damit ist die Arbeit des Vereins gefährdet und die notwendige Beratung wohnungsloser Mitbürger kann nicht mehr im erforderlichen Umfang stattfinden.

Auch die Vertreterinnen der Verwaltung des Bezirks Bergedorf bedauern diese Entwicklung, habe es doch in den vergangenen Jahren eine deutliche Zunahme von Wohnungslosen in Bergedorf gegeben. Als Erfolg der Arbeit kann immerhin verbucht werden, dass es gelungen ist, über 40 Personen von der Straße in eine eigene Wohnung zu bringen.

Die CDU hat nunmehr beantragt, dass der Ausschussbericht an die Bezirksversammlung als Hauptforderung beinhaltet, dass der Bezirksamtsleiter bei der BASFI vorstellig werden soll. Ziel ist, dass die indirekten Kürzungen zurückgenommen werden. Augenscheinlich werden auch die SPD-Mitglieder der Bezirksversammlung diesem Ansinnen positiv gegenüberstehen, so dass der Bericht sodann am 30. Januar 2014 beschlossen werden kann.

In der Öffentlichen Fragestunde ging um die Schließung des Asklepios Gesundheitszentrums am Herzog-Carl-Friedrich-Platz. Viele Bürger waren anwesend um zu demonstrieren, dass die Patienten in Sorge sind. Besonders Senioren setzen sich dafür ein, dass das Gesundheitszentrum nicht verlegt wird. Die Mobilität der Patienten spielt hier eine große Rolle. Wenn es für junge Menschen noch möglich ist, längerer Wege zum Arzt zu tätigen, hätten Senioren, erst recht wenn sie krank sind, hier schon teilweise große Hürden zu meistern. Wir setzen uns dafür ein, den politischen Druck auf die Kassenärztliche Vereinigung dahin zu erhöhen, dass Hamburg in verschieden Versorgungsgebiete eingeteilt wird, um diesem Problem entgegenwirken zu können.

Weiteres Thema war ganz allgemein die barrierefreie Gesundheitsversorgung. Ein Referent stellte dar, dass viele Ärzte den finanziellen Aufwand eines barrierefreien Umbaus der Praxen nicht tragen wollen und teilweise der fachliche Umgang mit behinderten Personen nicht gegeben sei. Es wurde als mögliche Lösung angesehen, nicht jede Praxis behindertengerecht auszubauen, sondern dass es speziell geschulte Ärzte und Personal geben könne, die in barrierefrei ausgebaut Praxen tätig sind.



Aktuelles:

Stuhlrohrquartier vor dem Aus?

03.08.2017:

Steht im Bezirk Bergedorf ein heftiger...


Aus dem Jugendhilfeausschuss

25.07.2017:

Über zwei wichtige Themen berichtet unser...


Bezirksversammlung online

Alle Termine, Tagesordnungen, Protokolle und Drucksachen der Bezirksversammlung Bergedorf können Sie über das Informationssystem der Bezirksversammlung Bergedorf abrufen.

mehr...